Bei der Berücksichtigung von Wärmebrücken mit dem vereinfachten Ansatz kann künftig nach Beiblatt 2 der DIN 4108 zwischen Wärmebrücken der Kategorie A und B unterschieden werden.

Bei der Berücksichtigung von Wärmebrücken mit dem vereinfachten Ansatz kann künftig nach Beiblatt 2 der DIN 4108 zwischen Wärmebrücken der Kategorie A und B unterschieden werden. Dafür müssen Produktlösungen für Balkon- und Attikaanschlüsse oder für den Gebäudesockel Anforderungen an die äquivalente Wärmeleitfähigkeit, den leq-Wert erfüllen. Informationen und Unterstützung zur Anwendung des neuen Beiblatts liefert die Schöck Bauteile GmbH mit dem Schöck Wärmebrücken-Rechner und einer überarbeiteten Technischen Information Bauphysik. Nach DIN 4108  können Planer und Architekten den Energieverlust durch auskragende Bauteile pauschal, vereinfacht oder detailliert berechnen. Nach dem neues Beiblatt 2 gilt eine Aufsplittung des vereinfachten Ansatzes: Wärmebrücken können der Kategorie A oder der neu eingeführten Kategorie B zugeordnet werden. Der vereinfachte Ansatz nach Kategorie A wird dabei wie bisher mit einem Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m²K), der nach Kategorie B mit ΔUWB = 0,03 W/(m²K) berechnet. Wird ein Balkonanschluss mit einem Schöck Isokorb der Dicke 80 mm und einer äquivalenten Wärmeleitfähigkeit leq ≤ 0,13 W/(m·K) ausgeführt, entspricht das Detail den Anforderungen an Kategorie A.
Wird dagegen ein tragendes Wärmedämmelement mit 120 mm Dämmdicke verwendet, entspricht das einer Wärmebrücke der Kategorie B und es kann der vereinfachte Ansatz mit ΔUWB = 0,03 W/(m²K) herangezogen werden.

Herstellerangaben der äquivalenten Wärmeleitfähigkeiten leq

Schöck liefert bereits seit vielen Jahren zu seinen Produkten Isokorb, Novomur, Combar und Isolink die entsprechende Wärmeleitfähigkeit, den leq-Wert, der im vereinfachten Ansatz zum Nachweis der Anforderungen nach Beiblatt 2 der DIN 4108 nötig ist. Darüber hinaus erlaubt der leq-Wert bzw. der produktdickenabhängige Wärmedurchlasswiderstand Req-Wert eine Vergleichbarkeit der Produkte hinsichtlich ihrer Wärmeleitfähigkeit. Auch für eine detaillierte Berechnung der Wärmeverluste durch eine Wärmebrücke (ψ-Wert) kann leq verwendet werden.

Wärmebrücken-Rechner: Ψ-Wert einfach online berechnen

In fünf Schritten können Architekten, Tragwerksplaner und Bauphysiker mit dem Wärmebrücken-Rechner von Schöck die bauphysikalischen Eigenschaften von Balkonen, Attiken und Brüstungen berechnen. Wärmeströme, Oberflächentemperaturen und Wärmedurchgangskoeffizienten ψ lassen sich damit online und professionell in einer individuellen Konstruktion ermitteln. Dabei kann auch der Referenzwert für ψ aus dem Beiblatt 2 nachgewiesen werden, wenn die Konstruktion von den vorgegebenen Details abweicht. Schöck bietet dazu einen Rechner sowie ein Video-Tutorial.

Überarbeitet: Technische Information Bauphysik

Auf Grundlage des neuen Beiblatts 2 der DIN 4108 hat Schöck zudem die Technische Information Bauphysik für Balkone, Laubengänge und Attiken überarbeitet. Aktualisierte technische Informationen zur Bauphysik bietet Schöck ebenfalls für Architekten, Planer und Statiker.

Energieverbrauch senken, EU-Richtlinien umsetzen

Mit dem
überarbeiteten Beiblatt 2 soll dem Stand der Technik gerecht und der
Energieverbrauch gesenkt werden. Das ist eine der Vorgaben der
EU-Gebäuderichtlinie, die auf nationaler Ebene bis 2020 im GebäudeEnergieGesetz
(GEG) umgesetzt werden soll. Die Wärmedämmung von Wärmebrücken wird dort nach DIN 4108 Beiblatt 2 ermittelt. Das GEG
führt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014/2016), das
Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
(EEWärmeG) zusammen und liegt aktuell im Entwurf vor.

www.schöck.de

Bildquelle: ©electriceye Fotolia

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